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Fairer Handel mit Adivasi

From Poverty to Power-Tea

✽  Wirtschaftliche Unabhängigkeit für Adivasi in den südinischen Nilgiri-Bergen!

Die Nilgiris-Bergen sind seit der britischen Kolonialherrschaft das größte Teeanbaugebiet Südindiens.  Teeanbau ist der bedeutendste Wirtschaftsfaktor der Region und kapitalintensiv. Als solcher wird der Teeanbau von reichen Grundbesitzer*innen, Unternehmen und internationalen Konzernen betrieben. Die Adivasi stehen ganz unten in der gesellschaftlichen Hierarchie Indiens, werden bis heute ignoriert, verdrängt oder benachteiligt und sind weiterhin von Ausbeutung und Armut betroffen.  Die allermeisten Teeplantagen in Indien gehören großen privaten Konzernen oder staatlichen Unternehmen; Adivasi arbeiten dort häufig als Lohnarbeiter*innen unter prekären Bedingungen.

1986 begannen die Adivasi der Gudalur-Region, sich gegen Landverlust, Ausbeutung und Armut zu wehren.  Die ersten Erfolge gab es bald: die Adivasi-Familien erhielten Landrechte. Auf diesem Land bauten die Adivasi-Familien ab etwa 1987 Teepflanzen an, unterstützt von ACCORD. Bereits Anfang der 1990er Jahren bauten etwa 1.000 Adivasi-Familien auf ihrem Stück Land Tee an. Mehrere Argumente sprachen für den Teeanbau: Teepflanzen sichern den Landbesitz, denn die Pflanzen können 100 Jahre alt werden und lassen sich nicht einfach über Nacht beseitigen. Mit dem Teeanbau erhalten Adivasi ein regelmäßiges Einkommen, denn Tee lässt sich kontinuierlich das ganze Jahr über ernten, im Gegensatz zu Kaffee. Und schließlich dringen Adivasi in den Hauptwirtschaftszweig der Region vor, in die Mitte der Gesellschaft.

Die Teeplantage "Madhuvana" in den südindischen Nilgiris-Bergen ist die einzige Teeplantage im Besitz von Adivasi in Indien. Durch ihr Vorbild entwickeln sich in der Region ähnliche Projekte: Eine Teekooperative mit eigener Fabrik in Tamil Nadu, die von der Adivasi‑Organisation CTRD getragen wird („Tribal Tea Producer Company“). Hier sollen Gewinne bei den indigenen Kleinbäuer*innen bleiben. Auch in Assam existieren inzwischen kleinere, gemeindegetragene Teeplantagen, die von NGOs unterstützt werden, um ausbeuterische Arbeitsverhältnisse auf Großplantagen zu umgehen und soziale Projekte zu finanzieren.

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Adivasi-Produkte in Deutschland

Unser Trägerverein Adivasi-Kooperationsprojekt e.V. führt den Import von Tee, Pfeffer, Gewürzen und Nähprodukten nach Deutschland durch. Abnehmer*innen der Produkte sind Weltläden, Schülerfirmen oder AGs, sowie Einzelpersonen.

Ein Fair-Trade-Zertifikat haben wir nicht, da dies zu teuer und aufwändig für unsere Partner*innen wäre und letztlich zu Unsicherheit und Armut beitragen würde. Vor jedem Import lassen wir Lebensmittelproben in Deutschland auf Schadtstoffe und Pestizide prüfen in Kooperation mit der Gesellschaft für Bioanalytik an ihrem Standort Hamburg.

Du möchtest Tee oder Pfeffer bestellen? Den Verkauf wickelt die Eine-Welt-AG in Lauffen ab. Den Online-Shop findest du hier: https://www.eine-welt-ag-lauffen.net/shop 

Tee

Loser Schwarztee

Pfeffer

Sonnengetrockneter Peffer

Nähprodukte

Unsere Partnerorganisation "Urumala" - ein Nähkollektiv aus jungen Adivasi-Frauen stellt verschiedene Produkte her:

Taschen, Laptop- und Ipad-Taschen,

Kissenbezüge

Tischläufer

Geldbörsen   

... und vieles mehr.

Unsere Partnerorganisationen 

für fairen Handel:


Just Change Gudalur

&

Ippimala Third Share Producer Company